Der Tod kam in der Mittsommernacht

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By Jan Flieger

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Es waren die letzten Stunden des 3. Dezember 1942. Noch vor den Bombern, die in fünf Minuten aufsteigen würden, um nach Deutschland zu fliegen, hatte ein einzelnes Flugzeug das englische Festland verlassen. Colonel Backer blickte dem Flugzeug nach, das im Dunkel der Nacht entschwand. Unser Geheimdienst schickt einen seiner besten »Zöglinge« auf die Reise, dachte er. Der Norweger mit dem Decknamen Gudersen wird über seiner Heimat abspringen. Dieser Mann hatte ihn ungewöhnlich stark an seinen gefallenen Sohn erinnert ... Der Colonel hörte das Dröhnen der Bomber. Gudersen fliegt in die Hölle, dachte er. Wenn ihn die Deutschen fassen, gibt es kein Entrinnen ... Es waren die Augen gewesen, ihr ungewöhnlich helles Blau. Solange er im Ausbildungszentrum Beaulieu der Abteilung für Sonderoperationen wirkte und wichtige Geheimoperationen vorbereitet hatte, war es gerade dieser Mann, von dessen Einsatz er sich viel versprach, da Gudersen, von tödlichem Hass getrieben, zu jedem Auftrag bereit schien, den er vom Führungszentrum in der Baker Street über Funk erhalten würde. INHALT: Prolog Die Flucht Kristine Die Jagd Die Insel Die Folter Der Tod Der Fjord Epilog LESEPROBE: Hempel spürte die Schulter Röbels, der dicht neben ihm stand und dessen Augen hervorzuquellen schienen. Er trat einen kleinen Schritt zurück. »Die Koordinaten noch einmal!«, befahl er. Aber die Peilautos schwiegen. »Der Sender ist weg, Obersturmführer.« Hempel schlug mit der Faust auf die Messtischplatte. »Es war eine andere Frequenz wie vor drei Tagen, Obersturmführer. Er hatte schon gesendet, ehe wir ihn entdeckt haben.« Hempel nickte. Frequenz 10980 Kilohertz, dachte er. Aber gestern 10112! Und da haben wir ihn erst ausgemacht, als seine letzten Zahlenkolonnen begannen. Ein verflucht listiger Fuchs. Die starre Spannung in den Gesichtern der sechs Männer war gewichen. »Pause«, befahl Hempel. »Nur die Kontrollempfänger bleiben dran.« »Jawohl, Obersturmführer.« Röbel schlug die Hacken zusammen. Die Männer erhoben sich. Sie reckten sich, einer beugte sich nach vorn und ließ den Oberkörper pendeln. Das Kreuzfeuer der Peilgeräte hatte sie alle müde gemacht. Hempel stand immer noch vor der Karte. Dreimal ergab die Verlängerung der Peillinie ein ähnliches Dreieck, aber schon morgen würde sie ein anderes ergeben, das ahnte Hempel. Dieser eine Sender war schwer zu orten, unendlich schwer. Wie leicht fassten sie oft Funker, die für die Briten arbeiteten. Nur dieser eine! Wer mochte es sein!

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