Christoffer II

ebook Blutzoll

By Thomas Reich

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** Die Serienmörder-Reihe: Teil I Christoffer, Teil II Blutzoll, Teil III Kellergeschichten, Teil IV Der Lippensammler, Teil V Opferwald, Teil VI Kuckuckskind ** Dank Doktor Sommerbergs Fehleinschätzung gelingt Serienmörder Christoffer die Flucht aus dem Gefängnis. Die Welt ist für ihn ein Schlachthaus. Mit unglaublicher Brutalität setzt er diesen Traum in die Realität um. Gelingt es Doktor Sommerberg, ihn aufzuhalten oder lässt er sich auf ein gefährliches Katz- und Mauspiel ein? DIE DUMME GANS WIRD GESTOPFT Zuhause rührte er in einer großen Plastikschüssel ein Gemisch aus Mais, Öl und Stärke an. Er arbeitete an seiner eigenen Variante von Stopfleber, und die blöde Gans, die er an den Heizkörper gekettet hatte, zitterte schon, als sie die Mörtelspritzpistole sah, mit der er sie mästete. Zum Wimmern fehlte ihr die Zunge, die hatte er vor Tagen mit Zwiebeln und Pilzen zu einer Vorspeise verbraten. Aber der Hauptgang kam noch, keine Sorge. Am ersten Weihnachtsfeiertag war sie schlachtreif. Verängstigt scharrte sie mit den Füßen, wobei die Handschellen am Heizkörper klimperten. Er versetzte ihr einen derben Schlag ins Gesicht. "Nana. Soll ich etwa wieder den Fleischzartmacher holen?" Tränen liefen ihr übers Gesicht. Im normalen Leben verteilte sie Gourmethäppchen auf Parties. Nie hätte sie damit gerechnet, selbst einmal zu einem zu werden. Christoffer drückte ihr brutal den Mund auf, wobei ihr Kiefer ausgerenkt wurde. Dann presste sich die glibberige Masse ihren Hals hinunter. Mühsam unterdrückte sie den Impuls zu erbrechen. "Du musst durch die Nase atmen, hörst du?" Christoffer befüllte die Spritze wieder. Und wieder. Und wieder. Ihr Magen spannte, dass sie zu bersten drohte. "Wenn du kotzt, breche ich dir die Nase. Das willst du doch nicht, oder?" Vorsichtig nickte sie. "Brav. Und um dir zu beweisen, dass ich kein Unmensch bin, renke ich dir den Kiefer wieder ein." Es gab ein Knirschen, als die Knochen ineinander griffen. Die blöde Gans wurde ohnmächtig. Macht nichts, dachte sich Christoffer, und schaltete den Fernseher ein.
Christoffer II