Früh und spät

ebook

By Jutta Schlott

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Nach dem Umzug in die Neubauwohnung in einer anderen Stadt können sich die drei Söhne, vor allem der 10-jährige Olaf, nicht daran gewöhnen, dass Vater und Mutter jetzt in zeitlich unterschiedlicher Schichtarbeit tätig sind. Olaf und Sven haben häusliche Pflichten zu erfüllen, die sie jedoch oft vernachlässigen. Voll Wehmut denkt Olaf manchmal an die Heimatstadt zurück, wo er die Oma besuchen konnte und einen Freund hat. Mit schlechten Zensuren in der Schule und Zigarettendiebstahl in der Kaufhalle bereitet er besonders seiner Mutter, die gerade ihren Meister macht und stark belastet ist, zusätzliche Probleme. INHALT: Donnerstag - Das Versäumnis Freitag. Sonnabend, Sonntag - Feige Montag - Esperanza Dienstag - Unordnung Mittwoch - Elternbesuch Donnerstag - In Borna ist es schöner Wochenende - Der Regen Montag - Fieber Dienstag - Muttersöhnchen Mittwoch - Ein Diebstahl Donnerstag - Was sein muss, muss sein LESEPROBE: Olaf wollte den Groschen auf den Zahlteller legen, als ihn jemand an die Schulter fasste. „Was hast du da in deiner Tasche?", fragte eine strenge Frauenstimme. Olaf rührte sich nicht. Er sah auf den Fußboden. Er war staubig. ,,Na los, zeig her, was du da hast!" Als Olaf sich nicht rührte, zog ihm die Frau die Hand aus der Tasche. Die Zigaretten fielen hinunter. Es war eine Schachtel Klub. „So ein Früchtchen!" Die Kassiererin war empört. „Kauft sich scheinheilig einen Lutscher und klaut dabei Zigaretten!" An den benachbarten Kassen waren die Leute aufmerksam geworden. Alles sah zu Olaf. „Kollegin Warnke! Kollegin Warnke!", rief die Kassiererin. „Kommen Sie schnell! Ein Diebstahl!" Olaf zuckte bei dem Wort zusammen. Ein Diebstahl! Eine Frau in rosa Kittel kam. „Machen Sie weiter", sagte sie zur Kassiererin an der Schnellkasse. „Du kommst mit!", herrschte sie Olaf an. „Moment, warten Sie mal!", rief eine andere Frau. Sie stellte sich neben die Frau mit dem rosa Kittel. „Ich kenne den Jungen", sagte sie. Die beiden Frauen redeten leise miteinander. Olaf verstand nicht, was sie sagten. In seinem Kopf gab es nur ein Wort: Ein Diebstahl! Ein Diebstahl! „Du bist doch einer von den Rolandjungens", fragte die Frau, die gesagt hatte, sie kenne ihn. Olaf nickte stumm. „Ich kümmere mich darum", sagte sie zu der Frau im rosa Kittel. „Sie können sich darauf verlassen." Wieder flüsterten die Frauen miteinander, dann fasste sie ihn am Handgelenk und zog Olaf mit sich. Vor der Tür sagte sie: „Ich bin die Frau Lanschow. Ich wohne im gleichen Aufgang.

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